Dieser Preisrutsch ist kein Zufall, sondern eine direkte Folge der EU-Flottenzielwerte für CO2
Die Strategie der Hersteller scheint aufzugehen: Bereits jetzt haben Unternehmen, die die Hälfte des EU-Marktes repräsentieren, die Zielwerte für 2025 bis 2027 vorzeitig erreicht. Darunter befinden sich die BMW Group, der Pool aus Mercedes-Benz und Volvo sowie die Gruppe um Tesla, Stellantis und Toyota. Selbst Nachzügler wie Volkswagen und Renault werden laut der Prognose ihre Ziele bis Ende 2027 problemlos einhalten. Befürchtungen der Industrie über drohende Milliardenstrafen stellten sich dabei als weitgehend unbegründet heraus.
Ein entscheidender Wendepunkt für die breite Masse rückt derweil näher: die Preisparität zum Verbrenner
Die Debatte um eine Aufweichung der Ziele, wie sie teilweise von der EU-Kommission oder Industrievertretern durch mehrjährige Mittelungszeiträume vorgeschlagen wird, birgt laut T&E erhebliche Risiken. Eine Lockerung würde den Marktanteil von Elektroautos im Jahr 2030 massiv einbrechen lassen. Während bei stabilen Regeln ein Marktanteil von 57 Prozent prognostiziert wird, könnte dieser bei einer fünfjährigen Mittelung der Ziele auf lediglich 32 Prozent schrumpfen. Experten warnen, dass dies nicht nur den Klimaschutz gefährdet, sondern Europa auch im globalen Wettbewerb, insbesondere gegenüber China, weiter zurückwerfen würde
Gleichzeitig verbessert sich die notwendige Infrastruktur in Europa stetig. Das öffentliche Ladenetz ist 2025 auf über eine Million Ladepunkte angewachsen, was im Einklang mit der Fahrzeugflotte steht. Die Mehrheit der EU-Staaten hat ihre Ausbauziele bereits vorzeitig erfüllt. Damit sind die technischen Voraussetzungen für den Massenmarkt gegeben, sofern die Politik durch verlässliche Grenzwerte weiterhin den nötigen Druck auf die Preise ausübt, um Elektromobilität für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich zu machen.
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